Lebst du aus deiner Seele oder aus deiner Angst?
Der Selbstcheck macht diese Haltung für einen Moment sichtbar. Er sagt dir nicht, was du tun sollst. Er zeigt dir, woraus du gerade entscheidest.
Von außen sieht es nach Zufriedenheit aus
Angst sagt selten „ich habe Angst“. Sie sagt: noch nicht jetzt. Erst noch das hier fertig machen. Erst noch absichern. Ist doch alles gut so. Sie klingt vernünftig. Deshalb hört man ihr zu.
Die Seele ist leiser. Sie meldet sich als Unruhe an einem Sonntagabend. Als ein Satz, den du seit Jahren mit dir herumträgst und niemandem sagst. Als das Gefühl, dass etwas fehlt, obwohl nichts fehlt.
Fünf Fragen, die man sich normalerweise nicht stellt
Es gibt kein Punktesystem und keinen Typ, in den du danach einsortiert bist. Es gibt Fragen, die weiter arbeiten, nachdem du das Blatt weggelegt hast.
Mehr braucht es nicht. Der Selbstcheck ist kurz, weil ehrliche Antworten schnell kommen — und lange Tests dazu verführen, sich zurechtzulegen.
Es gibt keine falsche Antwort und nichts, was hinterher an dir hängen bleibt. Was auch immer dein Ergebnis zeigt: Es ist kein Urteil. Es ist ein Spiegel.
Niemand sieht deine Antworten, auch ich nicht. Du füllst das PDF für dich aus, an einem ruhigen Ort, ohne dass jemand mitliest.
Ob er zu dir passt
von außen alles stimmt und innen etwas nicht.
du schon länger spürst, dass du an einer Weggabelung stehst, und sie dir nicht anschaust.
du gut darin bist, Gründe zu finden, warum jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist.
du wissen willst, woran du bist, bevor du irgendetwas entscheidest.
du eine Anleitung suchst, die dir sagt, was zu tun ist.
du gerade in einer akuten Krise steckst — dann brauchst du ein Gespräch, keinen Fragebogen. Schreib mir stattdessen.
du dir eine Auswertung mit Diagramm und Prozentzahlen wünschst. Die bekommst du hier nicht.
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Und dann, Anfang 2023: ein Vortrag, ein Versagensgefühl, eine schlaflose Nacht. Am nächsten Abend eine Aufstellung — und was dabei herauskam, traf mich wie eine Erleuchtung. Eine Woche später hatte ich allen Auftraggebern gekündigt. Ein Vierteljahr danach lebte ich auf Zypern.
Ich stelle dir diese fünf Fragen nicht, weil ich sie irgendwo gelesen habe. Ich habe sie mir selbst gestellt — nur leider erst sehr spät.
